Diese Seite ist der Werkzeugkasten: erst die Küsten-Unternehmungen, dann das Landesinnere, dann die Städte; jede mit Verweis auf ihre Detailseite. Am Ende stehen die Saisontabelle und die Frage, wie daraus vernünftige Reisetage werden.
An der Küste
Leuchttürme
Über sechzig Leuchttürme stehen allein in Maine, der bekannteste (Portland Head Light von 1791) ist zugleich einer der ältesten der USA. Viele sind frei zugänglich, einige wie Pemaquid Point gegen kleinen Eintritt besteigbar. Die schönsten Exemplare und wie man sie zu einer Tagesstrecke verbindet, zeigt die Seite Neuenglands einzigartige Leuchttürme.
Wale beobachten
Zwischen Mai und Oktober ziehen Buckel-, Finn- und Zwergwale über die Stellwagen Bank vor der Küste von Massachusetts. Beobachtungsfahrten starten in Boston, Gloucester, Plymouth und Provincetown und dauern drei bis vier Stunden; die Trefferquote ist im Hochsommer so hoch, dass viele Anbieter eine kostenlose Zweitfahrt garantieren, falls sich kein Tier zeigt. Details und Saisonkalender: Wale beobachten.
Strandtage
Cape Cod stellt mit der National Seashore vierzig Kilometer geschützten Atlantikstrand, Rhode Island kontert mit den Stadtstränden von Newport und dem Surfrevier um Narragansett. Das Wasser bleibt auch im August frisch, über 20 Grad kommt der Atlantik hier selten hinaus.
Die Küste trägt die Vormittage: Boote fahren früh, das Licht ist am besten, und die Häfen füllen sich erst gegen Mittag. Das Landesinnere übernimmt danach.
Im Landesinneren
Überdachte Brücken
Mehr als hundert der hölzernen „Covered Bridges“ aus dem 19. Jahrhundert stehen noch in Vermont und New Hampshire: die Cornish-Windsor Bridge von 1866 ist mit 137 Metern die längste zweispännige der USA. Wo sich die Suche lohnt und welche Brücken an den großen Routen liegen: Überdachte Brücken.
Mit dem Zug durch die Berge
Die Mount Washington Cog Railway klettert seit 1869 mit Zahnrad auf den höchsten Gipfel des Nordostens; der Conway Scenic Railroad fährt durch die Notches der White Mountains. Beides sind keine Verkehrsmittel, sondern Erlebnisse für einen halben Tag; mehr dazu unter Mit dem Zug durch Neuengland.
Wandern
Vom Spaziergang zum Aussichtspunkt bis zur Etappe auf dem Appalachian Trail, der Neuengland auf mehreren hundert Kilometern durchquert, reicht das Spektrum. Die dankbarsten Ziele für Reisende: der Mount Battie über Camden (30 Minuten, großer Küstenblick), die Flume Gorge im Franconia Notch State Park und die Beehive-Runde im Acadia-Nationalpark, kurz, steil, mit Eisenleitern und entsprechend beliebt.
Wandern ist dabei der flexibelste Baustein von allen: kein Ticket, kein Zeitfenster, und die kurzen Ziele oben lassen sich noch um 16 Uhr spontan beschließen, wenn der Tag Luft lässt: nur in den Bergen gilt die Dämmerung als harte Grenze.
In den Städten
Boston verdient mindestens zwei volle Tage: der Freedom Trail verbindet auf vier Kilometern sechzehn Schauplätze der Amerikanischen Revolution, dazu kommen das Museum of Fine Arts und die Stadtviertel Beacon Hill und North End. Kleiner, aber lohnend: Portsmouth mit seiner georgianischen Altstadt, Providence mit der Brown University und Newport mit den Sommervillen des Gilded Age: The Breakers, das 70-Zimmer-Haus der Vanderbilts, ist die meistbesuchte Attraktion Rhode Islands.
Ein Wort zu den Jahreszeiten, bevor die Tabelle sie sortiert: Fast jede Unternehmung hier hat ihr ideales Fenster, aber nur wenige ein hartes. Leuchttürme und Brücken funktionieren zwölf Monate, Boston sowieso; nur Boote und Bergbahnen machen Winterpause. Wer außerhalb der Saison reist, tauscht einzelne Bausteine, Schneeschuhe statt Walfahrt, und verliert erstaunlich wenig.
Wie man daraus Tage baut
Die Erfahrung aus vielen Reiseplänen: Ein guter Neuengland-Tag hat EINE Haupt- Unternehmung und zwei Beifänge. Walfahrt am Vormittag, Hafenbummel und Lobster-Abend als Beifang; Kancamagus als Hauptstrecke, Brücke und kurzer Wasserfall-Stopp nebenbei. Wer drei Hauptpunkte in einen Tag packt, erlebt vor allem Parkplätze. Die Tabelle unten hilft bei der Saisonfrage, und die Detailseiten oben liefern jeweils die Tagesbausteine dazu.
Was wann geht
| Unternehmung | Saison | Basis |
|---|---|---|
| Walbeobachtung | Mai – Oktober | Boston, Gloucester, Provincetown |
| Leuchtturm-Touren | ganzjährig, am schönsten Mai – Okt. | Küste Maine |
| Bergbahnen | ca. Mai – Oktober | White Mountains |
| Überdachte Brücken | ganzjährig, im Oktober am fotogensten | Vermont, New Hampshire |
| Strände & Inseln | Juni – August | Cape Cod, Rhode Island |
| Ski | Dezember – März | Vermont, New Hampshire |
Und das Budget? Die gute Nachricht: Die Hälfte dieser Liste ist gratis: Strände, Brücken, Leuchtturm-Parks, der Freedom Trail, jede Back Road. Bezahlt wird für Boote, Bahnen und Villen; wer zwei davon pro Woche wählt, bleibt unter 150 Dollar pro Person und verpasst nichts Wesentliches.
Häufige Fragen zu den Unternehmungen
Was lohnt bei Regen?
Boston zuerst: Museen, Markthallen, Aquarium. An der Küste: Mystic Seaport funktioniert auch nass, und ein Diner-Vormittag ist die authentischste Schlechtwetter-Unternehmung überhaupt.
Welche Unternehmungen muss man reservieren?
Walbeobachtung an Sommerwochenenden, die Cog Railway im Oktober, Acadias Cadillac-Sonnenaufgang immer. Der Rest ist spontan machbar.
Was kostet der Acadia-Nationalpark?
35 Dollar pro Fahrzeug für sieben Tage. Wer mehrere Nationalparks im Jahr besucht, fährt mit dem America-the-Beautiful-Jahrespass (80 Dollar) günstiger.
Sind die Aktivitäten kindertauglich?
Überdurchschnittlich: kurze Distanzen, Bahnen, Boote, Strände und Farmen. Nur die reinen Aussichtspunkt-Ketten und Villenbesichtigungen strapazieren die Geduld.
Wie sich diese Bausteine zu einer Reise fügen, zeigen die Routenvorschläge, und wer noch beim Überblick ist, beginnt bei den sechs Staaten.